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10 Jahre – ein Rückblick

Das Jahr 2004: Joschka Fischer ist Außenminister der Bundesrepublik, Georg Bush wird erneut Präsident der USA und Ende des Jahres bebt der Meeresgrund im Indischen Ozean. Eine Erschütterung der Stärke 9 vor der Westküste Sumatras – das stärkste Beben seit 40 Jahren. Eine ungeheure Flutwelle entsteht. Mit 700 km/h rast sie auf die Küsten zu: Richtung Thailand, Sri Lanka, die Malediven. Sechs Stunden ist die Welle unterwegs, legt 4.500 Kilometer zurück, sucht Küstenorte in Asien und Afrika heim. 230000 Menschen werden am Ende Ihr Leben lassen. Über zwei Millionen macht der Tsunami obdachlos. Eine Jahrhundertkatastrophe. Auch der internationale Golfsport war davon betroffen. Die Asien und die European Professionell Tour streicht angesetzte Turniere und Charity Golfturniere weltweit versuchen, Hilfe zu leisten. Eine traurige Zeit und viele werden sich noch daran erinnern.

In diesen spektakulären Monaten begann ich mit den ersten Gesprächen zur „Kölner Golfwoche“. Kein leichtes Unterfangen, galt es doch verschiedene Interessenlagen einzelner Golfclubs unter einen Hut zu bringen und zu motivieren, eine ganzheitliche Idee in Form einer Golf-Aktionswoche in die Tat umzusetzen. Inspiriert von den vielen Golftagen, die in verschiedenen Golfclubs, aber immer auf demselben Platz stattfanden, stellte ich mir die Frage: „Warum spielen wir so etwas wie die Golftage nicht in verschiedenen Golfclubs und machen aus diesem Event dann eine Turnierserie mit einem großen Rahmenprogramm, das attraktiv genug ist, nicht nur Spieler aus der Region, sondern bundesweit zu interessieren.“- Die Kölner Golfwoche war geboren.

Die Idee, die ich verfolgte war und ist es, Golfspielern jeder Spielstärke, aus Köln und aus Nah und Fern, die attraktivsten Plätze Kölns vorzustellen, und Auswärtigen die Dom-Stadt mit all ihren Annehmlichkeiten, Vorzügen und Angeboten näher zu bringen. Ein Erlebnis-Mix aus Golf-, Kultur- und Gourmet-Angeboten sowie der Förderung von Netzwerk- und b2b-Gedanken im sportlichen Rahmen mit einer Serienwertung – und, nicht zu vergessen, die Greenfee-Angebote für Nicht-Turnierspieler. Eben, eine Golf A K T I O N S-Woche für Köln. Die Vision, die ich als auch die ersten beteiligten Golfanlagen, hatte, war, mit der Kölner Golfwoche einen festen Platz im Terminkalender der ambitionierten Golfspieler aus dem Rheinland und der Bundesrepublik zu erwirken, und die gesamte Metropolenregion Köln-Bonn als attraktive Golf-Destination überregional bekannt zu machen und zu bewerben. Dies ist nachweislich gelungen.

Zum Start waren vorerst nur sechs Golfclubs eingebunden: G&LC Köln-Refrath, G&LC Bad Neuenahr, GC Am Alten Fliess, GCC Velderhof, GC Clostermanns Hof und die Golfanlage Römerhof. Erst in den Folgejahren wurde auf den heutigen Stand mit 8 Golfclubs erweitert. Zuerst mit dem GC Georghausen und im dritten Jahr kam dann die Golf BurgKonradsheim hinzu. Um im Laufe der Jahre die Attraktivität aufrecht zu erhalten, wurde der GC Georghausen durch Schloss Miel ersetzt und die GA Römerhof mit dem GC Leverkusen. Dies ist der Stand im Jahr 2014.

Aber wieder zurück auf Anfang: Zehn Monate Vorbereitung, viele Einzelgespräche, Verträge und Meetings waren notwendig, um 2005 die 1.Nordea Kölner Golfwoche durchzuführen. Die ersten, die mich in meiner Idee unterstützt und motiviert haben, waren Dieter Joas, damaliger Geschäftsführer des GC Clostermanns Hof und Karla Körwer vom GCC Velderhof. Oliver Morath, damals noch Sales- und Marketing Leiter der skandinavischen Bank NORDEA, hat sofort die Werbewirksamkeit der Turnierwoche erkannt und wurde für die ersten fünf Jahre Titelsponsor der Golfwoche. Das hat uns geholfen. Einige Spieler der ersten Stunde sprechen deswegen heute noch von der Nordea Golfwoche. Die drei waren die Hauptantreiber im Hintergrund im Jahr 2004. Und dann das 1.Jahr 2005. Das Konzept schlug ein „wie eine Bombe“. Die Turnierserie war von Anfang an ausgebucht und hat bis heute viele Nachahmer-Golfwochen deutschlandweit gefunden. Es sei ihnen gegönnt, denn ich selber hatte nie ein Interesse, Golfwochen in anderen Städten durchzuführen. Der Aufwand hier in Köln war und ist immer noch groß genug.
Knapp 1100 Startplätze an acht aufeinanderfolgenden Turniertagen auf acht verschieden Plätzen wollen umgesetzt werden. Mit Briefen, per Post und Fax ist dies undenkbar und somit waren wir auch die ersten, die mit einer eigenen Internetseite online gingen und ausschließlich Online-Anmeldungen mit Lastschriften einführten. Das war mutig, denn Tablet-PC und Smartphones waren noch nicht am Markt etabliert und Mailadressen hatten fast nur die Jüngeren. Aber, es hat funktioniert und die Kölner Golfwoche wurde mit ihren Spielregeln akzeptiert. Ich freue mich natürlich über den Zuspruch und die Akzeptanz und werde weiterhin alles geben, um allen Teilnehmern schöne, entspannte und unvergessliche Turniertage zu gestalten.

Happy Birthday!

2008 in Bad Neuenahr, v.l. Uli Jordan, Jochen Behle, Udo Wendeler, Rolf Fritsche
Auch Henning Krautmacher, Frontmann der „Höhner“ hat im Jahr 2006 aufgeteet.
v.l. Oliver Morath, Uschi Klapp-Dittman, Marijke Amado, Thomas Querl
Johannes Steckel (GCC Clostermannshof) war auch Im Jahr 2006 schon gut drauf.
Entspannen 2005: v.l. Christian Münster, Marliese Richter, Gunter Archinger